Rasentraktoren nun im Gewerbepark

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Die Vorarbeiten für das Rasentraktor-Rennen, den „Großen Preis von Sembach“,laufen bereits: Hier schrauben Philipp Becker (links) und der stellvertretende Vorsitzende Donald Betz Reifenstapel zusammen. FOTO:VIEW

Zehn Rasentraktor-Rennen trug der Rasentrecker-Club auf einem Wiesengelände am Randeckerhof zwischen Neuhemsbach und Alsenborn aus. Die elfte Auflage wird als „Großer Preis von Sembach“ im Gewerbepark der Nachbargemeinde vom 18. bis 20. Juli steigen.

Derzeit wird das Gelände für das Rennwochenende hergerichtet. Entstehen wird auf einer übersichtlichen Fläche ein Parcours, der den modernsten Anforderungen entspricht und mehr Sicherheit für die Fahrer und Zuschauer bieten soll. Im veranstaltenden Verein gab es einen kompletten Wechsel im Vorstand und das bisherige Gelände werde einer anderweitigen Nutzung zugeführt, sagt der stellvertretende Vorsitzende Donald Betz.

Ein Entsorgungsunternehmen hat rund 28.000 Quadratmeter Fläche zur Verfügung gestellt, auf dem eine dauerhafte Strecke installiert wird. Die Arbeiten sind bereits angelaufen. Der neu formierte Verein zählt derzeit 34 Mitglieder, Neuzugänge gibt es regelmäßig, berichtet Betz. Für ihn und seine Mannschaft ist es eine Herausforderung, das alljährliche Rasentraktorrennen fortzusetzen, wenn auch an anderer Stätte.

400 Meter lang wird die neue Strecke sein, die bedeutend sicherer werden soll als der Rundkurs bei Neuhemsbach. Bis zu vier Meter breit wird die Rennstrecke sein und an der engsten Stelle soll sie immerhin noch drei Meter haben. „Die Strecke ist in allen Passagen für Überholvorgänge breit genug“, sagt Betz. Vermieden werden direkt nebeneinander gegenseitig verlaufende Strecken wie in Neuhemsbach, die eine Gefahr für Teilnehmer und Gäste waren.

Die Konturen des neuen Kurses lassen sich bereits ganz gut erkennen. In den letzten Tagen haben Vereinsmitglieder rund 800 Reifen zu Stapeln mit jeweils drei Pneus zusammen geschraubt, die als Streckenabgrenzung dienen werden. Sie treten an Stelle der bisherigen Strohballen, die nicht witterungsbeständig und zu schnell beschädigt waren. Auf 35 Quarterballen aus Strohwird der Veranstalter allerdings nicht verzichten. Diese werden
als Sicherheitszone zwischen Rennstrecke und Zuschauerbereich vor dem Festzelt aufgestellt.

Bis die Startampel erstmals das Rennen frei gibt, haben die Mitglieder noch etliche Arbeiten zu verrichten. „Bis zur Veranstaltung werden wir locker auf 3000 Stunden kommen“, informiert Betz. Mit schwerem Gerät wurde das Gelände in den vergangenen Tagen von Betonfundamenten und Eisenkonstruktionen befreit. Dabei handelt es sich um Altbestände aus der Zeit der militärischen Nutzung als Militärflugplatz. Die künftige Rennstrecke auf gewachsenem Boden liegt direkt an den wenigen verbliebenen Betonflächen der früheren Start- und Landebahn.

Wasserleitung und Stromkabel sind verlegt, in diesen Tagen werden die Anschlüsse installiert. Eingebaut und funktionsfähig ist das einzig aus Neuhemsbach mitgebrachte Stück, das große Rohr, das als Durchfahrt und Überfahrt dienen wird. Der Aufwand für die Veranstaltung selbst wird größer sein – und es gibt einige Änderungen. Aus Sicherheitsgründen wird auf den sogenannten „Le Mans-Start“ verzichtet. Ab dem elften Rennen müssen die Fahrer in voller Schutzkleidung am Start stehen.

Sobald die rote Ampel ausgeht, ist der Start freigegeben. Damit werde die Anfangsphase deutlich sicherer als das bisherige Startprozedere. Einige Feinheiten müssten noch ausgearbeitet werden. So ist eine Wippe für die Serienfahrzeuge geplant, auf der die Fahrer ihre Balancefähigkeit beweisen müssen. Angedacht ist auch ein kleiner, in die Rennstrecke integrierter Slalomkurs. (llw)

INFO
Das Rennwochenende beginnt am Freitag, 18. Juli, mit einer Schlagerparty. Am Samstag sind nach der technischen Abnahme die Trainingsfahrten und die Qualifikationsläufe, die über die Startaufstellung am Sonntag entscheiden. Dieses Jahr gibt es vier Klassen teils auch in Anlehnung an das luxemburgische Reglement.

Presseartikel der Rheinpfalz, Ausgabe 140 vom 20.06.2014 / llw

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